Zucchini mal anders: Würziges Zucchini Chutney

Selbstgemachtes Zuchhini Chutney

Jeder Hobby-Gärtner weiß: Sommerzeit ist Zucchini-Zeit. Wenn’s einmal sprießt, hört es nicht mehr auf. Da stellt sich oft die Frage: „Was tun mit den Unmengen Zucchini?“

Blühende Zucchini Pflanze

Das Rezept für dieses köstliche Zucchini-Chutney habe ich vor über 13 Jahren von der Mutter eines Freundes bekommen und koche quasi alljährlich auf diese Art Zucchini ein (auch ohne eigenen Garten, grünen Daumen und Unmengen an Zucchini).

Der Vorteil von den eingekochten Zucchini ist, dass das Gemüse direkt in großen Mengen verarbeitet werden kann und sich ca. 5 Monate lang hält. Einmal eingekocht ist es prädestiniert für eine schnelle Zubereitung, da es zu vielem passt. Durch die intensive Curry-Note schmeckt es sowohl warm als auch kalt sehr gut. Am Ende des Rezeptes findet ihr noch einige Serviervorschläge.

Bitte beachtet: Für das Einkochen muss man die Zucchini 24 Stunden lang ziehen lassen.

Was wird benötigt?

(ca. 8-10 Gläser à 250 ml)

3 kg Zucchini
2-3 Esslöffel Salz
1 kg weiße Zwiebeln
600 g Zucker
3/4 l Essig
3 Esslöffel Senf (mittelscharf)
4 Esslöffel Mehl
3 Esslöffel Currypulver
1-2 Esslöffel Pfeffer
2 Esslöffel Paprikapulver (scharf)

Vorbereitung

Zucchini waschen und in Scheiben oder kleine Würfel schneiden. Dann mit ca. 2-3 Esslöffeln Salz gut vermischen und 24 Stunden zugedeckt ziehen lassen. Bei großer Hitze im Sommer empfehle ich eine Schüssel mit Deckel in den Kühlschrank zu stellen. Wenn es nicht so heiß ist, kann man die geschnittenen Stücke auch in einen großen Bräter geben und mit dem Deckel schließen, in welchem es dann direkt weiterverarbeitet werden kann.

Geschnittene Zucchini & Zwiebel für Chutney

Es ist Zeit zum Einkochen!

Am nächsten Tag hat das Salz aus den Zucchini einiges an Wasser gezogen, welches nun abgeschüttet wird. Die Zwiebeln nun in halbe Ringe oder nach Belieben kleinwürfelig schneiden und zu den Zucchini hinzufügen. Hier empfehle ich einen großen Bräter, Wok oder Kochtopf.

Der Essig wird mit dem Zucker und Senf in einer separaten Schüssel gut vermischt, bis sich der Zucker auflöst. Anschließend die Flüssigkeit zum Gemüse geben und 40 Minuten bei mittlerer Hitze ohne Deckel köcheln, bis es al dente ist. Zwischendurch umrühren. Die Farbe der Zucchini ähnelt dann später eingelegten Gurken.

Während das Gemüse kocht, die Gewürzmischung vorbereiten, die dem eingekochten Gemüse eine sehr besondere Note verleiht. Mehl, Currypulver, Pfeffer und Paprikapulver miteinander vermischen. Damit es sich später besser auflöst und nicht klumpt, gebe ich hier etwas Essig und Wasser (gleiche Teile) dazu, bis es eine dickflüssige Masse wird.

Wenn das Gemüse 40 Minuten gekocht hat, die Gewürzmischung hinzugeben, gut vermengen und für weitere 5-10 Minuten köcheln.

Selbstgemachtes Zuchhini Chutney

Nun kann das Gemisch in die Einmachgläser gefüllt werden. Diese werden vorher mit Hitze (z.B. durch die Spülmaschine) desinfiziert, damit keine Keime hängenbleiben. Die Zucchini können ab dem ersten Tag verzehrt werden, sind aber nach einigen Tagen gut durchgezogen und schmecken dann noch besser! Das Chutney muss nicht im Kühlschrank gelagert werden, sollte jedoch nicht dauerhaft direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

 

Meine persönlichen Serviervorschläge:

Zucchini direkt aus dem Glas anrichten und mit etwas zerbröseltem Feta-Käse bestreuen. Dazu passt Fladenbrot und ein einfacher Kräuter-Topfen-Dip. Prinzipiell passt es super zu einer Brotzeit mit Käse.

Chutney mit Feta, Cottage Cheese oder Couscous servieren

 

Paprika in mittelgroße Stücke schneiden und kurz in der Pfanne anbraten. Wenn das Gemüse leicht Farbe angenommen hat, die Zucchini zu gleichen Teilen wie die Paprika dazugeben. Noch ca. 2-3 Minuten mitkochen, bis alles erhitzt ist. Durch das Zucchini-Chutney ist es schön saftig und benötigt keine Soße. Dazu passt sehr gut Couscous, Reis oder Nudeln, was sich besonders anbietet, wenn vom Vortag noch Reste übrig geblieben sind.

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Zucchini Kurkuma Chutney auf Regionalis

 

Fotocredits: Yvonne Krick & Peter Patak